Mark Landsberg, Mittelalterliche Markgrafschaft in Sachsen-Anhalt, Deutschland.
Das Markgraftum Landsberg war ein mittelalterliches Territorium im heutigen Sachsen-Anhalt, das sich zwischen den Flüssen Saale und Mulde erstreckte. Zu seinen wichtigsten Orten zählten Delitzsch, Weißenfels, Groitzsch und Sangerhausen.
Das Markgraftum wurde 1156 gegründet und erlangte 1261 unter Markgraf Heinrich dem Erlauchten nach der Trennung von der Mark Lausitz seine Eigenständigkeit. Es wechselte mehrmals den Herrschaftsträger, bis es 1347 an das Haus Meißen verkauft wurde.
Die Doppelkapelle der Burg Landsberg ist ein seltenes Beispiel mittelalterlicher Sakralarchitektur, bei der zwei übereinanderliegende Kapellenräume für verschiedene gesellschaftliche Gruppen genutzt wurden. Wer die Burg besucht, kann dieses ungewöhnliche Raumkonzept noch heute nachvollziehen.
Halle und Leipzig liegen in der Nähe und eignen sich gut als Ausgangspunkte, um die Region zu erkunden. Die Städte der ehemaligen Markgrafschaft sind mit dem Zug erreichbar, und viele historische Stätten lassen sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad besichtigen.
Die Burg Landsberg ist eine der wenigen erhaltenen mittelalterlichen Anlagen in der Region, bei der die Doppelkapelle noch vollständig erhalten ist. Die übereinanderliegenden Kapellenräume bedienten gleichzeitig verschiedene Gesellschaftsschichten, was im Mittelalter eine ungewöhnliche Lösung war.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.