Externsteine, Sandsteinformation in Horn-Bad Meinberg, Deutschland
Die Externsteine sind dreizehn aufragende Sandsteinsäulen im Teutoburger Wald, die bis zu 40 Meter hoch werden und durch Verwitterung über Jahrmillionen ihre jetzige Form erhielten. Treppen führen hinauf zu Plattformen zwischen den Felsen, von wo aus sich der Blick über Wälder und Teiche öffnet.
Archäologische Funde belegen menschliche Anwesenheit seit vorgeschichtlicher Zeit, und 1129 wurde ein geweihter Altar erstmals urkundlich erwähnt. Im Mittelalter wurden Kammern und Treppen in den Fels geschlagen, was die religiöse Bedeutung über Jahrhunderte zeigt.
Das mittelalterliche Kreuzabnahmerelief von 1115 bis 1130 zeigt Christus und seine Begleiter in lebensgroßen Figuren, die aus dem Sandstein gemeißelt wurden. Die Darstellung verbindet das Gelände mit früher kirchlicher Nutzung und zieht heute Menschen an, die solche Steinarbeiten aus der Romanik sehen möchten.
Das Informationszentrum bietet geologische und geschichtliche Hintergründe, während markierte Wege durch das umliegende Naturschutzgebiet führen. Die Treppen in den Felsen sind steil und eng, daher sollte man trittsicher sein und bei Nässe besonders aufpassen.
Eine Kammer namens Höhenkammer besitzt eine runde Öffnung, die bei der Sommersonnenwende mit dem Sonnenaufgang übereinstimmt. Dieses astronomische Merkmal lässt sich einmal im Jahr beobachten und zieht Besucher an, die den Moment erleben möchten.
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