Christuskirche, Protestantische Kirche in Mainz, Deutschland
Die Christuskirche ist eine evangelische Kirche an der Kaiserstraße in Mainz, die von 1896 bis 1903 nach Entwürfen des Stadtbaumeisters Eduard Kreyßig in Anlehnung an die italienische Hochrenaissance entstand. Ihre 80 Meter hohe Kuppel überragt die übrigen Gebäude der Innenstadt. Nach 1945 wurde der Innenraum umgestaltet: Im ehemaligen Langhaus liegt eine Werktagskirche, daran schließt sich ein Zentralraum an, den im Westen die Empore und im Osten eine neoromanische Chorwand mit Glasfenstern von Hans Gottfried von Stockhausen begrenzen.
Das Gotteshaus entstand zwischen 1896 und 1903 als Ausdruck des gewachsenen protestantischen Glaubens in der Stadt. Nach schweren Beschädigungen im Zweiten Weltkrieg wurde es in den frühen 1950er Jahren grundlegend wiederhergestellt.
Die Kirche beherbergt den Bachchor und das Bachorchester Mainz, die 1954 von Diethard Hellmann hier gegründet wurden und regelmäßig Bachkantaten aufführen. Die Universitätsgottesdienste zu Semesterbeginn finden traditionell hier statt, und die jährlichen Colours of Gospel-Konzerte ziehen Gospelmusik-Fans an.
Die Kirche steht in der Mitte der Kaiserstraße, des doppelten Boulevards der Mainzer Neustadt, und ist zu Fuß oder mit der Straßenbahn entlang dieser Achse erreichbar. Die 80 Meter hohe Kuppel dient als Orientierungspunkt in den umliegenden Straßen. Für einen Blick ins Innere sollte man Gottesdienste, Konzerte und die Universitätsgottesdienste zu Semesterbeginn meiden.
Die Architektur wurde von italienischen Renaissancebauten inspiriert und zeigt diese Einflüsse in ihrer Gestaltung deutlich. Das Gebäude verkörpert einen international orientierten Baustil, der sich von typischen deutschen Kirchentraditionen unterscheidet.
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