Tötungsanstalt Grafeneck, Gedenkstätte in Gomadingen, Deutschland.
Grafeneck ist eine Gedenkstätte in einem ehemaligen Schloss im Baden-Württemberg, die Ausstellungsräume, Dokumentationszentren und Gedenkflächen beherbergt. Die Anlage bewahrt Zeugnisse und Informationsmaterialien zu den Ereignissen auf diesem Ort auf.
Das Schloss wurde zunächst als Genesungsheim genutzt, dann von den Nazis 1940 in ein Tötungszentrum umgewandelt. Danach fand die systematische Vernichtung von Menschen mit Behinderungen hier statt.
Die Gedenkstätte vermittelt heute wichtige Lektionen über Ethik, Menschenrechte und die Folgen von Diskriminierung gegenüber Menschen mit Behinderungen. Besucherinnen und Besucher treffen auf persönliche Geschichten und Dokumente, die zeigen, wie gesellschaftliche Vorurteile zu systematischer Gewalt führten.
Die Gedenkstätte bietet Führungen, Archivmaterialien und pädagogische Ressourcen in verschiedenen Formaten an. Besucher sollten ausreichend Zeit für die Besichtigung einplanen, da die Ausstellung umfangreich und emotional belastend ist.
Das Schloss war die erste Stätte, an der die Nazis ein Tötungsprogramm mit Kohlenmonoxid-Gaskammern umsetzten. Dieses Modell wurde später in anderen Orten als Vorlage für ähnliche Operationen verwendet.
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