Burg zu Burghausen, Mittelalterliche Burg in Burghausen, Deutschland
Burg zu Burghausen ist eine mittelalterliche Festung in Burghausen, die sich über 1051 Meter auf einem schmalen Grat zwischen der Salzach und dem Wöhrsee erstreckt. Die Anlage besteht aus sechs aufeinanderfolgenden Höfen, die durch Mauern, Türme und Tore miteinander verbunden sind und früher unterschiedliche Funktionen wie Wirtschaft, Lagerung und Wohnen erfüllten.
Die Wittelsbacher erwarben die Anlage im Jahr 1180 und bauten sie ab 1255 zu ihrer zweiten Residenz neben Landshut aus. Diese Funktion behielt die Festung bis 1503, als die herzogliche Linie erlosch und die politische Bedeutung auf München überging.
Der Name leitet sich von den befestigten Höfen ab, die sich hintereinander entlang des Kamms erstrecken und früher durch Tore voneinander getrennt waren. Heute dienen Teile der Anlage als Veranstaltungsort für Konzerte und mittelalterliche Feste, bei denen Besucher durch die ehemaligen Wirtschafts- und Wohnbereiche spazieren.
Die Höfe liegen teilweise unter freiem Himmel, daher empfiehlt sich festes Schuhwerk bei Regen oder Schnee. Vom äußersten Ende hat man einen weiten Blick über die Salzach und die österreichischen Alpen, was an klaren Tagen besonders lohnenswert ist.
Eine Besonderheit ist das historische Fotolabor im dritten Hof, das die Entwicklung der Fotografie zeigt und von einem Burgfotografen des 19. Jahrhunderts eingerichtet wurde. Dieser Raum ist klein und oft übersehen, obwohl er einen Einblick in die technische Geschichte der Region bietet.
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