Burg Stolpen, Mittelalterliche Burg in Stolpen, Deutschland
Burg Stolpen steht auf einem Basalthügel und prägt mit ihren Wehrtürmen und Befestigungsmauern das Landschaftsbild der Region. Das Schloss umschließt einen gepflasterten Innenhof mit Brunnen sowie verschiedene Wohnräume und Lagergebäude aus mehreren Jahrhunderten.
Stolpen war über drei Jahrhunderte im Besitz der Bischöfe von Meißen und zeitweise deren Hauptresidenz; die Burg ist 1222 urkundlich belegt und wurde um 1320 Verwaltungsmittelpunkt des Amtes Stolpen. 1559 zwang Kurfürst August von Sachsen den Bischof, Burg, Stadt und Amt einzutauschen, womit die bischöfliche Zeit endete. Die Wettiner bauten die Anlage zum Renaissanceschloss um, Wolf Caspar von Klengel machte sie 1675 zur Landesfestung. Gräfin Constantia von Cosel war hier von 1716 bis 1765 gefangen und wurde in der Schlosskapelle bestattet.
Der Name Stolpen geht auf „stolpno“ zurück, „Ort der Säulen“, nach den Basaltsäulen des Hügels. Das Burgmuseum dokumentiert die Gräfin Constantia von Cosel, Mätresse Augusts des Starken, die hier 1716 bis 1765 gefangen gehalten wurde; ihr Grab liegt in der Schlosskapelle. Zu sehen sind auch der Johannisturm von 1509 und die Gewölbehalle des Kornhauses von 1518.
Die Burg liegt auf einem Basaltberg auf 356 m unmittelbar südlich des historischen Stadtkerns von Stolpen, etwa 27 km östlich von Dresden. Der Zugang führt durch den Rundbogen der geschwungenen Mauer; ein gepflasterter Weg mit Zaun und Rasen daneben leitet zum Tor hinauf. Seit dem 1. Juni 1877 ist die Anlage öffentlich zugänglich, und ein Museum vor Ort informiert über Constantia von Cosel und die Burg Geschichte.
Der Basaltbrunnen im Hof wurde von Bergleuten aus dem Osterzgebirge in 24 Jahren abgeteuft und erreicht eine Tiefe von 84,4 m; damit ist er der tiefste in natürlichen Basalt getriebene Brunnen überhaupt. Französische Truppen verschütteten ihn beim Sprengen von Burgteilen am 25. September 1813, 1883 wurde er erneut geräumt.
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