Sieben Steinhäuser, Neolithische Dolmengruppe in Osterheide, Deutschland.
Die Sieben Steinhäuser sind eine Gruppe von fünf megalithischen Grabkammern auf der Lüneburger Heide, die aus massiven Steinplatten in rechteckiger Form errichtet wurden. Die Steinkammern stehen eng beieinander und bestehen jeweils aus tragenden Pfosten, die große Decksteine tragen.
Diese Grabstätten wurden von frühen Bauernkulturen während des Neolithikums erbaut, zwischen etwa 3500 und 2800 vor Christus. Die Funnelbeaker-Kultur, die in Norddeutschland lebte, hinterließ mit diesen Bauwerken ein Zeugnis ihrer Bestattungstraditionen.
Die Steinhäuser waren Grabplätze für Menschen der Jungsteinzeit und zeigen, wie diese frühen Gemeinden ihre Toten ehrten. Man sieht noch heute die großen Steinkammern, die eng beieinander stehen und von der gemeinsamen Bestattungspraxis dieser Zeit erzählen.
Die Anlage ist während des ganzen Jahres zugänglich, aber zu bestimmten Zeiten eingeschränkt besucht. Man sollte festes Schuhwerk tragen, da das Gelände der Heide unebenheit aufweist und der Zugang je nach Jahreszeit rutschig sein kann.
Die größte Grabkammer, bekannt als Grab D, wird von sieben massiven Steinpfeilern gestützt, die einen riesigen Deckstein von etwa 5 Metern Breite tragen. Diese außergewöhnliche Bauweise zeigt die technischen Fähigkeiten der Neolithiker beim Umgang mit riesigen Steinblöcken.
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