Benediktinerabtei St. Michael, Benediktinerabtei auf dem Michaelsberg in Siegburg, Deutschland
Die Abtei Michaelsberg liegt auf dem Michaelsberg, etwa 40 Meter über Siegburg. Der lange, hellgelbe Klosterbau besitzt ein dunkles, steiles Dach, Reihen weiß gerahmter Fenster und einen mittleren quadratischen Turm mit Kuppel und schlanker Spitze. Eine niedrige Mauer aus rauem graubraunem Stein verläuft an seiner Basis. Die Abteikirche, zwischen 1649 und 1667 mit barocken Elementen neu aufgebaut, schließt an den Komplex an.
Erzbischof Anno II. von Köln gründete die Benediktinerabtei 1064 und wurde nach seinem Tod 1075 dort beigesetzt; 1183 wurden seine Gebeine in den Annoschrein übertragen. Am 12. September 1803 wurde die Abtei im Zuge der Säkularisation aufgehoben und diente später als Irrenanstalt und Zuchthaus. 1914 besiedelten Benediktinermönche aus Merkelbeek in den Niederlanden das Kloster wieder; 2011 wurde die Gemeinschaft erneut geschlossen.
Abtei und Berg tragen den Namen des Erzengels Michael, dem Anno II. das Kloster 1064 weihte. Seit 1504 ist die Herstellung des Siegburger Abtei-Likörs belegt; 1952 wurde sie wieder aufgenommen und endete mit der Schließung 2011. In der Abteikirche ist der Annoschrein mit den Gebeinen des 1183 heiliggesprochenen Gründers zu sehen.
Die Kirche im Areal ist tagsüber begehbar, wobei sich die genauen Öffnungszeiten je nach Saison etwas unterscheiden können. Ein Fußweg vom Stadtzentrum führt hinauf zur Anlage, wobei bequeme Schuhe wegen der Steigung empfohlen werden.
Erzbischof Anno II. starb 1075 in der Abtei und wurde dort beigesetzt; nach seiner Heiligsprechung am 29. April 1183 kamen seine Gebeine in den Annoschrein, der noch heute in der Abteikirche zu sehen ist. Der Abtei-Likör ist seit 1504 belegt und wurde ab 1952 wieder hergestellt, ab 2004 wurde zudem das Bier Michel gebraut; mit der Schließung 2011 endeten beide.
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