Schloss Purschenstein, Renaissanceschloss in Neuhausen, Deutschland
Schloss Purschenstein ist ein Renaissance-Schloss im sächsischen Erzgebirge, das auf einem Hügel über dem Flöhatal nahe der historischen Böhmischen Straße in Neuhausen liegt. Die Anlage besteht aus mehreren Gebäuden verschiedener Bauphasen, die um einen Innenhof gruppiert sind, darunter Wohntrakte, ein Turm und ein ehemaliges Wirtschaftsgebäude.
Die Anlage wurde um 1200 von Boresch I. gegründet, um eine wichtige Salzhandelsroute durch das Erzgebirge zu sichern, und wechselte im Laufe der Jahrhunderte mehrfach den Besitzer. Im 16. Jahrhundert erhielt sie ihre heutige Renaissance-Gestalt, als die Anlage grundlegend umgebaut wurde.
Der Name des Schlosses geht auf Castrum Borsensteyn zurück, benannt nach Boresch I. (Borso) aus dem Geschlecht der Hrabischitz, dem der Bau um 1200 zugeschrieben wird. Seit 2005 gehört es der niederländischen Familie Praagman, die es zum Schlosshotel Purschenstein umbaute; geführt wird es von Bastiaan Praagman. Außerdem werden Räume für Hochzeitsfeiern genutzt und die DDR-Motorradsammlung der Familie Schwarz ausgestellt.
Das Schloss ist heute ein Hotel, sodass ein Besuch am einfachsten durch eine Übernachtung oder einen Besuch im Restaurant möglich ist; Tagesbesucher sollten vorher prüfen, welche Bereiche der Anlage zugänglich sind. Der Park rund um das Schloss lädt zu einem Spaziergang ein, und die Lage am Rand des Ortes Neuhausen macht ihn auch von umliegenden Wanderwegen aus gut erreichbar.
Das älteste erhaltene Bauwerk des Schlosses ist der 42 Meter hohe Bergfried aus dem 13./14. Jahrhundert mit 2,85 Meter dicken Mauern. Er überstand die Brände von 1842 und 1989, denen große Teile der übrigen Anlage zum Opfer fielen, weshalb heute nur noch wenige Teile der ursprünglichen Burg vorhanden sind.
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