Alte Burg Neustadt-Glewe, Mittelalterliche Gegenburg in Neustadt-Glewe, Deutschland.
Die Alte Burg Neustadt-Glewe ist eine Niederungsburg auf einer natürlichen Elde-Düne, als Randhausburg um einen rechteckigen Hof von etwa 50 × 35 Metern angelegt. Erhalten sind das Alte Haus, das Neue Haus, die Ringmauer mit Wehrgängen und der 28 Meter hohe, Anfang des 15. Jahrhunderts begonnene Bergfried. Torhaus, Zugbrücke, Burgkapelle, Marstall und Burgschmiede fehlen; vom Graben blieb nur ein Teich an der Südwestseite.
Die ersten Teile der Alten Burg entstanden Mitte des 13. Jahrhunderts auf Veranlassung des Grafen von Schwerin auf einer natürlichen Elde-Düne. Zweck war die militärische Absicherung der Süd- und Südostgrenze der Grafschaft Schwerin, die von Streitigkeiten mit der Grafschaft Dannenberg und den Bistümern Havelberg und Ratzeburg geprägt war. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1331. Seit 1358 diente die Burg als Vogtei und bis ins 18. Jahrhundert als Nebenresidenz der mecklenburgischen Herzöge.
Der Name der Burg lebt beim alljährlichen Burgfest an einem Juniwochenende weiter, mit mittelalterlichem Markttreiben, Ritterturnier und Schaukämpfen sowie dem Auftritt des „Burgadels“. Auch Osterfest und Märchenburg im Dezember sind historisch geprägt. Im Neuen Haus befinden sich heute ein Multifunktionsraum und ein Café, im Obergeschoss das Burgmuseum.
Das Museum im Neuen Haus zeigt die Burggeschichte, und der Bergfried ist begehbar; sein Verlies erreicht man nur über eine Bodenluke der früheren Wachstube. Die Obergeschosse des 28 Meter hohen Turms waren ursprünglich nur über die Wehrgänge zugänglich, eine Treppe wurde erst später eingebaut. Die Anlage liegt nahe dem Stadtzentrum an einem Seitenarm der Elde, ein kleiner Teich erinnert an den früheren Graben.
Das älteste Bauwerk der Burg ist der 28 Meter hohe Bergfried, der Anfang des 15. Jahrhunderts auf den Grundmauern eines früheren quadratischen Bauwerks errichtet wurde. Sein im 16. oder 17. Jahrhundert aufgesetztes Obergeschoss besitzt sieben große Bogenfenster und diente als beheizbarer Wohnraum mit Kamin und steinernen Seitenbänken, heute Rittersaal genannt.
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