Altenbaumburg, Mittelalterliche Burgruine im Alsenztal, Rheinland-Pfalz, Deutschland.
Altenbaumburg ist eine Burgruine auf einem Bergrücken über dem Dorf Altenbamberg im Alsenztal in Rheinland-Pfalz. Noch heute sind Teile der Außenmauern, Türme und der Fundamentstruktur erhalten.
Die Burg war der Stammsitz der Raugrafen. Eine Urkunde von 1253 erwähnt eine „Neue Burg“ bei dem verschwundenen Dorf Sarlesheim, womit die spätere Neuenbaumburg gemeint ist, nicht diese Anlage. Der Name Altenbaumburg erscheint explizit in Urkunden ab 1324. 1317 sind bereits mehrere Besitzer belegt, was die Anlage zur Ganerbenburg machte. 1681 bezeichnete eine Schriftquelle die Burg nur noch als Ruine, 1689 verwüsteten französische Truppen die Gebäude endgültig.
Die Burg war Stammburg der Raugrafen, eines Grafengeschlechts, dessen Linie sich 1214 teilte. Ab 1317 sind mehrere Besitzer belegt, wodurch die Altenbaumburg zur Ganerbenburg wurde. 1320 verlieh König Ludwig der Bayer der Talsiedlung das Oppenheimer Stadtrecht sowie Marktrechte, was am wirtschaftlichen Niedergang der Familie wenig änderte.
Die Ruine ist über Wanderwege zugänglich, die durch das Alsenztal führen, und kann das ganze Jahr über besucht werden. Da das Gelände uneben ist und die Hänge stellenweise steil sind, empfehlen sich festes Schuhwerk und etwas Vorsicht beim Gehen.
Nach einem Kupferstich von vor 1629 war der rechteckige Bergfried einst etwa 40 Meter hoch und damit einer der mächtigsten seiner Art. Erhalten ist nur ein vier Meter hohes Mauerstück der Nordwestseite aus Buckelquadern des frühen 13. Jahrhunderts, das unter einem Schutthügel im ehemaligen Burghof freigelegt wurde.
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