Ahrschleife bei Altenahr, Naturschutzgebiet in Altenahr, Deutschland.
Die Ahrschleife bei Altenahr ist ein 205 Hektar großes Naturschutzgebiet im Langfigtal südlich von Altenahr. Sie umfasst die größte Mäanderschleife der Ahr, einen drei Kilometer langen Flussbogen, an dem der Unterschied zwischen Prall- und Gleithang deutlich zu erkennen ist. Das Gebiet gehört zum Rheinischen Schiefergebirge mit steil aufragenden Schieferpartien und brachliegenden Weinbergsterrassen.
Am 1. April 1980 wurde das Gebiet per Verordnung einstweilig sichergestellt, diese am 9. März 1982 geändert; am 14. Oktober 1983 erfolgte die Ausweisung als Naturschutzgebiet durch die Bezirksregierung Koblenz. Geschützt werden die Flusslandschaft und ihre Felsbildungen als Lebensraum seltener Vögel und Pflanzen. Das Ahr-Hochwasser vom 14./15. Juli 2021 zerstörte alle Fußgängerbrücken im Langfigtal und beschädigte den Wanderweg schwer; die Mauerreste des ehemaligen Freibads wurden im Frühjahr 2022 entfernt.
Der Name Langfigtal bezeichnet das enge Tal, das die größte Mäanderschleife der Ahr eingeschnitten hat. An den Hängen liegen zugewachsene Weinbergsbrachen, deren Trockenmauern heute wärmeliebenden Tieren und Pflanzen Lebensraum bieten – Zeugnisse des früheren Weinbaus, die am Weg noch zu erkennen sind.
Mehrere markierte Wanderwege durchqueren das Gebiet und verbinden verschiedene Aussichtspunkte mit Blicken auf den Flussverlauf. Es empfiehlt sich, festes Schuhwerk zu tragen, da die Wege durch bewaldete Hänge und über Höhen führen.
Der Flussverlauf ist so ausgeprägt, dass die Ahr von oben betrachtet fast eine perfekte Schleife bildet und an manchen Stellen nur wenige hundert Meter Luftlinie zwischen Flussabschnitten liegt. Dieses extreme Mäandern bietet ein unerwartetes Schauspiel der Flussgeographie, das man von den höher gelegenen Wegen besonders deutlich sehen kann.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.984 Mitwirkenden weltweit.