Grenzdurchgangslager Friedland, Durchgangslager in Friedland, Deutschland
Lager Friedland ist ein Aufnahmelager in Niedersachsen, das verschiedene Gebäude und Einrichtungen zur Unterbringung von Personen aufweist, die nach Deutschland kommen. Die Anlage bestand aus Wohnbaracken, Verwaltungsgebäuden und Versorgungseinrichtungen, die den Alltag der Ankommenden prägten.
Der Ort wurde 1945 unter britischer Verwaltung gegründet und diente nach dem Zweiten Weltkrieg als Anlaufstelle für Millionen Vertriebener und Flüchtlinge. In den folgenden Jahrzehnten verarbeitete das Lager Wellen von Menschen aus verschiedenen Teilen Europas, die nach Westdeutschland kamen.
Das Lager war über Jahrzehnte hinweg ein Ort, an dem Menschen aus vielen Ländern ankamen und sich auf ihren Weg machten. Besucher können heute noch nachvollziehen, wie Menschen hier Halt fanden, bevor sie sich in Deutschland ein neues Leben aufbauten.
Das Gelände liegt südlich von Göttingen und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar, was den Zugang für Besucher erleichtert. Festes Schuhwerk wird empfohlen, da man die Anlage zu Fuß erkunden muss.
Das Lager ist berühmt dafür, dass es zwischen 1950 und 1987 etwa 1,4 Millionen Menschen aufnahm, überwiegend Deutschstämmige aus östlichen Ländern. Dieses Phänomen zeigt, wie zentral dieser Ort in der Migration innerhalb Europas war.
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