Kartäuserkloster Buxheim, Gotisches Kloster in Buxheim, Deutschland.
Das Buxheimer Kartäuserkloster ist ein gotisches Kloster in Buxheim, nahe Memmingen in Bayern, das aus einer Klosterkirche, mehreren Kapellen und weitläufigen Kreuzgängen besteht. Die Anlage folgt dem typischen Grundriss eines Kartäuserklosters mit Einzelzellen für die Mönche und gemeinschaftlich genutzten Gebetsbereichen.
Das Kloster wurde im 14. Jahrhundert gegründet und erlangte 1548 durch Kaiser Karl V. den Status einer Reichskartause, was ihm Unabhängigkeit von der weltlichen Herrschaft sicherte. Nach der Säkularisierung zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde die Anlage verkauft und wechselte mehrfach den Besitzer, bevor sie erneut einer religiösen Gemeinschaft übergeben wurde.
Die Bibliothek des Klosters sammelte im Mittelalter etwa 700 Handschriften und frühe Drucke, was es zu einem wichtigen Zentrum der Gelehrsamkeit machte. Dieses Wissen prägte das religiöse und geistige Leben der Kartäuser, die hier lebten und beteten.
Geführte Touren auf Deutsch sind verfügbar und helfen dabei, die Architektur und das monastische Leben besser zu verstehen. Da die Böden uneben und die Treppen historisch sind, empfiehlt sich festes Schuhwerk.
Die Schnitzereien des Hochaltars wurden zwischen 1687 und 1691 von Bildhauer Ignaz Waibl geschaffen und verließen Deutschland, bevor sie 1980 zurückgebracht und in der Kapelle wieder aufgestellt wurden, für die sie ursprünglich bestimmt waren. Die Holzschnitzereien gelten als eines der bedeutendsten Werke dieser Art aus dieser Epoche in der Region.
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