Dinkelsbühl, Mittelalterliche Stadtbefestigung in Ansbach, Deutschland
Dinkelsbühl ist eine vollständig ummauerte Stadt im mittelfränkischen Bezirk Ansbach, deren Befestigungsring aus 18 Türmen und vier Toren bis heute geschlossen bleibt. Innerhalb der Mauern führen gepflasterte Gassen zwischen Fachwerkhäusern aus dem 15. und 16. Jahrhundert hindurch, darunter das spätgotische Münster St. Georg mit seinem schlanken Turm.
Die Siedlung erhielt 1305 vom Kaiser städtische Rechte und wurde 1351 freie Reichsstadt mit direkter Unterstellung unter den Kaiser. Während des Dreißigjährigen Krieges blieb sie 1632 durch Kapitulation vor schwedischen Truppen von Zerstörungen verschont, wodurch ihr mittelalterliches Stadtbild erhalten blieb.
Der Name stammt vom frühmittelalterlichen Flüsschen Dinkel, das durch die Altstadt fließt und einst wichtige Mühlen antrieb. Heutige Besucher erleben Handwerksbetriebe wie Goldschmiede und Zinngießer, die in ihren Werkstätten traditionelle Techniken zeigen und oft direkt zum Zuschauen einladen.
Besucher erreichen den Ort am einfachsten per Bus von den Bahnhöfen Crailsheim oder Ansbach, wobei die Fahrt etwa 30 bis 50 Minuten dauert. Die Altstadt lässt sich vollständig zu Fuß erkunden, und Fahrzeuge bleiben am besten außerhalb der Mauern auf den ausgewiesenen Parkplätzen.
Alle Torwächtertürmchen entlang der Mauer tragen individuell gestaltete Wetterfahnen mit Zunftzeichen, die als Orientierungshilfe im Stadtkern dienen. Das westliche Nördlinger Tor zeigt innen noch Schleifspuren von Kanonenkugeln aus dem 17. Jahrhundert, die als Übungsschüsse abgegeben wurden.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.