Meersburg, Mittelalterliche Weinstadt am Bodensee, Deutschland.
Meersburg ist eine kleine Weinstadt am Nordufer des Bodensees in Baden-Württemberg, deren Altstadt auf einem steilen Hanggelände liegt. Terrassenartig angeordnete Rebzeilen rahmen die mittelalterliche Bebauung aus Fachwerkhäusern und Kopfsteinpflastergassen ein, die bis zum Seeufer hinabführen.
Im 16. Jahrhundert verlegten die Fürstbischöfe von Konstanz ihren Hauptsitz nach Meersburg und machten die Stadt damit zum Zentrum der bischöflichen Verwaltung am Bodensee. Diese Herrschaft endete 1802 mit der Auflösung des Bistums im Zuge der Säkularisierung.
Die Weinberge, die sich von der Altstadt bis zum Seeufer hinunterziehen, werden heute noch von lokalen Winzern bewirtschaftet, die ihre Trauben in kleinen Parzellen ernten. In den Gasthäusern entlang der Gassen wird der hier erzeugte Wein direkt ausgeschenkt, oft in einfachen Holzstuben mit Blick auf den See.
Die Altstadt lässt sich am besten zu Fuß erkunden, wobei festes Schuhwerk auf den steilen, gepflasterten Gassen empfehlenswert ist. Bei Regen werden die Wege rutschig, was besonders an den steileren Abschnitten zwischen Oberstadt und Seeufer Vorsicht erfordert.
Die Staatsweingut Meersburg, 1919 gegründet, war das erste staatliche Weingut Deutschlands und bewirtschaftet noch heute dieselben historischen Rebflächen wie damals. Die dazugehörigen Lagerkeller sind zum Teil in den Felsen des Hangs gehauen und stammen aus dem 18. Jahrhundert.
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