Solnhofener Plattenkalk, Geologische Formation in Bayern, Deutschland.
Solnhofen-Kalkstein ist eine geologische Formation in Bayern, die aus extrem feinen, dünn geschichteten Kalksteinen besteht, die von mergeligen Schichten durchzogen sind. Die Ablagerungen entstanden vor rund 150 Millionen Jahren in einem flachen tropischen Meer und enthalten zahlreiche fossile Reste von Organismen.
Diese Kalksteinlager entstanden während des Jura und wurden über Millionen von Jahren allmählich von Meeressedimenten bedeckt und verfestigt. Im 19. Jahrhundert begann der systematische Abbau für Lithografie und Bausteine, wodurch die Bedeutung dieser Lagerstätte für Wissenschaft und Wirtschaft erkannt wurde.
Die Solnhofen-Schichten haben München und andere bayerische Städte geprägt, da das feinkörnige Gestein seit Jahrhunderten für Bauwerke und Kunsthandwerk verwendet wird. Besucher können heute noch sehen, wie dieses Material in historischen Gebäuden und in modernen Steinmetz-Werkstätten der Region Verwendung findet.
Besuchende können einige aktive Steinbrüche in der Region besuchen und aus sicherer Entfernung die Abbautätigkeiten beobachten. Es empfiehlt sich, vorab zu klären, welche Bruchstellen für Besuche zugänglich sind, da viele aus Sicherheitsgründen begrenzte oder überhaupt keine öffentliche Besichtigung erlauben.
Die berühmteste Entdeckung aus diesen Schichten ist ein winziges Exemplar von Archaeopteryx, ein Tier mit Merkmalen sowohl von Dinosauriern als auch von Vögeln. Dieses Fossil zeigte erstmals, dass die Grenze zwischen diesen beiden Tiergruppen nicht so scharf ist, wie Wissenschaftler bis dahin dachten.
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