Schloss Schwarzenberg, Renaissance-Schloss in Scheinfeld, Deutschland
Schloss Schwarzenberg steht auf einem Hügel über Scheinfeld und besteht aus mehreren verbundenen Flügeln. Links erhebt sich ein weißes und blassgelbes Gebäude mit Bogenfenstern und steilem grauem Dach; in der Mitte ein hoher grauer Steinturm mit grüner Kupferkuppel, bekrönt von einer goldenen Figur und einem Kreuz. Rechts zieht sich ein langer gelber Flügel mit grauen Dächern und einem kleineren Kuppeltürmchen, und vor dem Mittelturm liegt eine runde graue Steinbastion mit dunklem Kegeldach. Um den Renaissancebau sind Wälle, Kasematten und Wehrtürme der mittelalterlichen Burg erhalten.
Eine 1150 erstmals urkundlich genannte Burg der Grafen zu Castell brannte 1607 ab. Zwischen 1608 und 1618 ließ Graf Wolfgang Jakob von Schwarzenberg sie nach Plänen des Augsburger Baumeisters Elias Holl zum Renaissanceschloss umbauen. Der Schwarze Turm entstand 1670 bis 1674 zur Erinnerung an die Erhebung des Hauses in den Reichsfürstenstand; bis 1806 blieb das Schloss Sitz der Herrschaft Schwarzenberg.
Der Name Schwarzenberg bezieht sich auf den Berg selbst, der von Scheinfeld aus dunkel wirkt, weil er zwischen dem etwas höheren Altenberg und Neueberg liegt und bewaldet ist. Seit 1968 beherbergt das Schloss ein Dokumentationszentrum für unabhängige tschechische Literatur; Karel Schwarzenberg (1937–2023), ehemaliger tschechischer Außenminister, wohnte hier zeitweise.
Das Schloss kann durch Führungen besichtigt werden, die einen Blick in die Innenräume und historischen Sammlungen ermöglichen. Besucher sollten im Voraus prüfen, wann Führungen verfügbar sind, und angemessene Zeit für einen gründlichen Rundgang einplanen.
Der Schwarze Turm, das höchste Bauwerk des Schlosses, entstand zwischen 1670 und 1674 zur Erinnerung an die Erhebung der Schwarzenberger in den Reichsfürstenstand. Er ersetzte den mittelalterlichen Bergfried, der den Brand von 1607 überstanden hatte und erst nach 1670 wich.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.118 Mitwirkenden weltweit.