Kernkraftwerk Stendal, Unvollendetes Kernkraftwerk in Arneburg, Deutschland.
Das Kernkraftwerk Stendal ist eine unvollendete Nuklearanlage in Arneburg mit teilweise errichteten Reaktorgebäuden und Fundamenten. Die Kühltürme wurden bereits in den 1990er Jahren abgerissen, sodass heute nur noch Betonstrukturen an das Projekt erinnern.
Der Bau der Anlage begann 1982 mit Plänen für vier Reaktoren des Typs VVER-1000, doch das Projekt kam 1991 nach der deutschen Wiedervereinigung zum Stillstand. Die politischen Veränderungen nach dem Mauerfall führten schnell zur Aufgabe dieser ehrgeizigen Energiepläne.
Der Ort steht für das Ende der Kernenergiepläne in der DDR und zeigt, wie sich Deutschland danach anderen Energiequellen zuwandte. Besucher können heute die Überreste dieser politischen Entscheidung in der Landschaft sehen.
Die Anlage wurde zu einem Industriegebiet umgewandelt und beherbergt heute Fertigungs- und Handelsunternehmen. Besucher sollten beachten, dass der Zugang zu aktiven Industriebereichen begrenzt sein kann und das Gelände teilweise bebautes Terrain ist.
Der erste Reaktor des Komplexes erreichte etwa 85 Prozent Fertigstellung und enthielt Druckbehälter, die durch Zusammenarbeit zwischen Ingenieuren aus der DDR und Moskau entwickelt wurden. Diese technische Zusammenarbeit zeigt die engen Bindungen zwischen dem Ostblock und der Sowjetunion in den letzten Jahren der DDR.
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