Mulfingen, Gemeinde und Dorf im Hohenlohekreis in Deutschland
Mulfingen ist eine nicht-städtische Gemeinde in der Region Hohenlohe im Südwesten Deutschlands, Teil des Gemeindeverwaltungsverbands Krautheim. Sie setzt sich aus mehreren kleinen Ortschaften zusammen, eingebettet in eine hügelige Landschaft mit Feldern, Wäldern und vereinzelten Bauernhöfen.
Mulfingen entstand im Mittelalter als landwirtschaftliches Zentrum für die umliegenden Höfe und Weiler. Im 20. Jahrhundert wurde der Ort durch ein erschütterndes Kapitel bekannt: Das St.-Josefspflege-Waisenhaus wurde während des Zweiten Weltkriegs für NS-Experimente an Kindern der Roma und Sinti missbraucht.
Der Name Mulfingen geht auf eine frühmittelalterliche Siedlung zurück, die als Mittelpunkt für umliegende Höfe diente. Heute ist der Ort ruhig und geprägt von landwirtschaftlichem Alltag, mit kleinen Dorfplätzen, wo Nachbarn sich begegnen und lokale Erzeugnisse angeboten werden.
Mulfingen ist über lokale Straßen gut erreichbar und liegt in der Nähe größerer Orte in Hohenlohe. Die Gegend lässt sich gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden, da die Ortschaften überschaubar sind und es ruhige Wege durch die Felder gibt.
Friedrich Wohnsiedler, der um 1879 in Mulfingen geboren wurde, wanderte um 1900 nach Neuseeland aus und wurde dort als Winzer bekannt. Das frühere Waisenhaus St. Josefspflege ist heute ein Gedenkort, der die Geschichte der Roma- und Sinti-Kinder dokumentiert, die dort während des Zweiten Weltkriegs festgehalten wurden.
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