Wetter, hessische Stadt im Landkreis Marburg-Biedenkopf
Wetter ist eine kleine Stadt in der Region Marburg-Biedenkopf in Hessen, die in einer von Hügeln umgebenen Senke liegt. Das Stadtbild wird von einer frühgotischen Stiftskirche mit großem Turm geprägt, umgeben von engen Gassen und Fachwerkhäusern, denen Reste der mittelalterlichen Stadtmauer und Türme eine zusätzliche historische Dimension verleihen.
Wetter wurde im 8. und 9. Jahrhundert erstmals erwähnt und erhielt 1239 seine Stadtrechte, was seine Bedeutung als Handelsort an einer wichtigen Nord-Süd-Verbindung widerspiegelt. Im Mittelalter besaß die Stadt ein eigenes Münzsystem, wurde 1597 als eine der bedeutendsten Hessens gerühmt, erlebte aber im 17. Jahrhundert mehrere Stadtbrände, von denen sie sich immer wieder erholte.
Der Name Wetter stammt aus alter Zeit und wurde über Jahrhunderte weitergegeben, wobei die Stadt manchmal mit dem Zusatz 'Hessen' genannt wurde, um sie von anderen Orten gleichen Namens zu unterscheiden. Die engen Gassen mit Fachwerkhäusern aus dem 16. Jahrhundert prägen das Stadtbild und zeigen, wie Menschen hier über Generationen hinweg gelebt und gebaut haben.
Die Stadt liegt südlich von Marburg und ist über die Bundesstraße 252 gut zu erreichen, mit Bahnverbindungen zu größeren Orten in der Umgebung. Der Ortskern mit seiner Stiftskirche ist leicht zu Fuß zu erkunden, wobei die umliegenden Hügel und Wälder des Burgwaldes gute Möglichkeiten für Spaziergänge bieten.
Im Mittelalter besaß Wetter ein eigenes Münzsystem, was auf seine wirtschaftliche Bedeutung hindeutet und es von vielen anderen Städten unterschied. Die Lateinschule war über Jahrhunderte so bekannt, dass Schüler ihre Zugehörigkeit mit dem Begriff 'wetternanus est' kennzeichneten und viele spätere Gelehrte und Wissenschaftler von hier stammten.
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