Freiberg-Tempel, Religiöser Tempel in Freiberg, Deutschland
Der Freiberg-Tempel der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage hat eine Nutzfläche von 730 m² und steht auf einem rund 4.000 m² großen Hanggrundstück in Freiberg in Sachsen. Sein von deutscher Baukunst geprägtes Äußeres zeigt gotische Bögen und einen einzelnen Turm, der seit 2002 eine Statue des Engels Moroni trägt. Im Inneren liegen ein Ordinanzraum und zwei Siegelungsräume, beleuchtet von drei tschechischen Kristallleuchtern von der Leipziger Messe.
Der Bau begann 1983 und markierte das erste religiöse Gebäude dieser Art in einem kommunistisch kontrollierten Gebiet. Das Projekt war eine unerwartete Entwicklung während der Teilung Deutschlands.
Das Gebäude wird von Mitgliedern aus mehreren europäischen Ländern benutzt, die hier religiöse Zeremonien durchführen. Die Räume sind gestaltet, um verschiedene spirituelle Praktiken zu ermöglichen.
Der Tempel steht auf einem etwa 4.000 Quadratmeter großen Hanggrundstück, das die Kirche 1982 käuflich erwerben durfte. In einer Herberge auf dem Tempelplatz gibt es eine begrenzte Zahl von Übernachtungsmöglichkeiten für Tempelbesucher. 2015 und 2016 wurde der Tempel verlängert und unterkellert; vom 12. bis 27. August 2016 fanden vor der erneuten Weihung Tage der offenen Tür statt.
Die Regierung der DDR schlug das Projekt 1978 vor, um Visaanträge zu verringern und Einnahmen aus Bauprojekten zu generieren. Dies machte das Gebäude zu einem einzigartigen Beispiel für staatliche Unterstützung dieser religiösen Institution.
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