Römische Thermen, Römischer Thermenkomplex in Weißenburg in Bayern, Deutschland
Die römischen Thermen von Weißenburg, auch Große Thermen genannt, liegen am Rand der heutigen Stadt auf dem Gelände des römischen Kastells und Vicus Biriciana. Die 1977 entdeckten Ruinen sind unter einem zeltförmigen Schutzbau untergebracht und auf einem festen Rundweg begehbar. Die Anlage misst 65 mal 42,5 Meter und zeigt drei Bauphasen mit Resten von Caldarium, zwei Tepidarien, rundem Sudatorium, Frigidarien, einer Basilika mit Palästra und einer Feldschmiede.
Die Badeanlage wurde 1977 bei Ausgrabungen entdeckt und war Teil des römischen Militärlagers Biriciana. Das Lager existierte, um die nördliche Grenze der römischen Provinz Raetien zu schützen und zu kontrollieren.
Die Badeanlage war ein Ort der Begegnung, wo Soldaten und Bürger zusammenkamen, um sich zu waschen, zu trainieren und Zeit miteinander zu verbringen. Man kann heute noch sehen, wie wichtig dieses Gebäude für das soziale Leben der römischen Gemeinde war.
Das Gelände ist über einen direkten Weg erreichbar und durch die Überdachung zu jeder Jahreszeit zugänglich, ohne dass man sich vor Regen sorgen muss. Der Besuch ist einfach selbstständig möglich, da die Fundamente und Strukturen leicht zu verstehen sind.
Die Heizung der Thermen brannte Tag und Nacht, weil das erneute Aufheizen eines ausgekühlten Bades mehrere Tage dauerte; Schätzungen zufolge wurde dafür jährlich etwa ein Hektar Wald gerodet. Die Anlage besaß zudem Glasfenster und mit Malereien verzierte Wände.
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