Schlosstheater Schwetzingen, Hoftheater in Schwetzingen, Deutschland
Das Schlosstheater Schwetzingen schließt an den nördlichen Zirkelbau des Schwetzinger Schlosses an, seine Längsachse ist nach Nordwesten ausgerichtet. Nicolas de Pigage erbaute es 1752 in zehn Wochen; eröffnet wurde es am 15. Juni 1753. Der rund 190 m² große Zuschauerraum fasst 512 Plätze und bewahrt weitgehend die klassizistische Fassung der 1770er Jahre; im 2. Rang steht ein funktionsfähiges Modell der barocken Bühnenmaschinerie.
Nicolas de Pigage entwarf das Theater 1752 im Rokoko-Stil und gestaltete es später im neoklassischen Geschmack um. Diese Umbauphase nach 1770 spiegelte einen neuen Stilwechsel wider, der das Gebäude prägte.
Der Name des Theaters ist umstritten: Das gebräuchliche „Rokokotheater“ sollte 2023 in „Pigage-Theater“ umbenannt werden, doch der Plan wurde nach Protesten zurückgezogen. Seit 1952 ist es Hauptspielstätte der Schwetzinger Festspiele, die über 35 Opern in Auftrag gegeben haben, darunter Werke von Henze und Sciarrino. Seit 1969 findet dort jährlich ein Mozartfest statt.
Der Zuschauerraum bietet 512 Sitzplätze und nimmt mit 190 m² etwa ein Drittel des gesamten Theaterbaus ein. Der Haupteingang zu den Logen und zum Parterre liegt im nördlichen Zirkelbau des Schlosses, dessen Abschnitt heute als Foyer und Garderobe dient. Seit 2005 steht im 2. Rang ein funktionsfähiges Modell der barocken Bühnenmaschinerie mit Bühnenhaus und Unterbühne.
Über 50 Bühnenbildentwürfe der Theaterarchitekten Stefan Schenk sowie Lorenzo und Joseph Quaglio sind erhalten. Seit 2005 zeigt ein funktionsfähiges Modell der barocken Bühnenmaschinerie im 2. Rang das Bühnenhaus mit Unterbühne.
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