Tiergarten Nürnberg, Zoo im Reichswald, Nürnberg, Deutschland
Der Tiergarten Nürnberg ist ein 65 Hektar großer Landschaftszoo im Lorenzer Reichswald am Schmausenbuck, südöstlich von Nürnberg. Seine großen naturnahen Gehege liegen zwischen Wäldern, Wiesen, Weihern und ehemaligen Steinbrüchen; Asiatische Löwen und Sibirische Tiger leben in umgestalteten Steinbrüchen, deren Innenkäfige hinter einer Felswand liegen und durch einen Tunnel erreicht werden. Am Eingang rahmen zwei helle Steinpfeiler mit dunklen Tierfiguren darauf ein schwarzes Metallgitter mit offenen Toren; links steht ein Gebäude mit braunem Ziegeldach und kurzem Turm.
Das Zoo wurde 1912 in Luitpoldhain gegründet und zog 1939 in den Reichswald um, nachdem der ursprüngliche Standort geschlossen wurde. Nach dem Umzug wurde die Anlage in den 1950er Jahren umfassend wieder aufgebaut.
Der Name des Zoos erinnert an das mittelalterliche Tiergärtnertor und den Tiergärtnertorplatz, letzte Zeugen eines burggräflichen Wildparks, der bis St. Johannis reichte. Seit 1992 beherbergt der Tiergarten Yaqu Pacha, eine hier gegründete Gesellschaft zum Schutz südamerikanischer Wassersäugetiere. Bronzen von Josef Tabachnyk stehen auf dem Gelände: eine Eisbärenfamilie im Aquapark (2007) und ein Lebensbaum (2012).
Die Anlage lädt zu Besuchen an allen Tagen der Woche ein und bietet ausreichend Raum zum Erkunden; ein Großteil des Geländes ist leicht zu Fuß erreichbar. Es ist ratsam, feste Schuhe zu tragen und je nach Jahreszeit wetterfeste Kleidung mitzubringen, besonders wenn man längere Zeit im Freien verbringt.
Flocke, ein Eisbärenjunges, das 2007 von Tierpflegern aufgezogen wurde, erhielt weltweite Aufmerksamkeit und wurde vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen unterstützt. Dieses Ereignis machte den Zoo international bekannt und zog tausende von Besuchern an, die das bekannte Tier sehen wollten.
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