Schloss Gottorf, Renaissanceschloss in Schleswig, Deutschland
Schloss Gottorf liegt auf einer Insel in der Schlei. Der weiß verputzte Hauptbau hat vier Obergeschosse mit rechteckigen Fenstern in hellem Steinrahmen, dazwischen eine Reihe kleiner runder Fenster, sowie ein steinernes Eingangsportal mit geschwungenem Giebel. Am rechten Ende des dunklen, steilen Daches sitzt eine grüne Kupferkuppel mit Laterne und Wetterfahne. Hinter einem breiten Kiesvorplatz steht ein zweiter viergeschossiger Bau mit zwei vorspringenden Flügeln und einem mittleren Uhrturm.
Das Schloss wurde im Mittelalter gegründet und wechselte sein Gesicht nach 1530, als Herzog Frederik es zu seiner Hauptresidenz machte und es zu einer Renaissance-Festung umbauen ließ. Der Umbau prägte die Architektur nachhaltig und machte den Ort zum politischen Zentrum der Region.
Das Schloss gab dem Haus Schleswig-Holstein-Gottorf seinen Namen, aus dem im 18. Jahrhundert vier schwedische Könige und mehrere russische Zaren hervorgingen. Der Hofgelehrte Adam Olearius, Sekretär der 1636–1638 nach Isfahan entsandten Gesandtschaft, entwarf das persisch gestaltete Globushaus im Neuwerkgarten. Der Gottorfer Riesenglobus, die Bibliothek und die Kunstkammer waren in Europa bekannt. Seit dem 31. August 2025 ist der größte Teil der Schauräume für etwa drei Jahre wegen Renovierung geschlossen.
Seit dem 31. August 2025 ist der größte Teil der Schauräume für etwa drei Jahre wegen Renovierung geschlossen; die Moorleichen werden in dieser Zeit im Museum im dänischen Silkeborg gezeigt. Das Schloss liegt auf einer Schleiinsel westlich der Schleswiger Altstadt, nördlich davon wurde der Neuwerkgarten rekonstruiert, einer der ersten barocken Terrassengärten Nordeuropas.
Der Gottorfer Riesenglobus, am Hof Herzog Friedrichs III. geschaffen, wurde nachgebaut und steht im Neuwerkgarten nördlich des Schlosses. Das Original aus dem 17. Jahrhundert kam nach Kopenhagen und später nach Sankt Petersburg.
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