Schloss Nordkirchen, Barockschloss in Nordkirchen, Deutschland.
Schloss Nordkirchen ist ein Barockschloss im westfälischen Ort Nordkirchen, das mit seinen vier Flügeln einen rechteckigen Innenhof umschließt und von einem ausgedehnten Garten mit Kanälen und Wasserbecken umgeben wird. Die Fassade zeigt hellen Sandstein mit mehreren Fensterachsen, während im Inneren repräsentative Säle, eine Kapelle und Treppenhäuser mit Stuck und Wandmalereien zu finden sind.
Der Bau begann 1703 im Auftrag von Friedrich Christian von Plettenberg, dem Fürstbischof von Münster, nach Plänen des Architekten Gottfried Laurenz Pictorius. Die Anlage wurde später durch Johann Conrad Schlaun erweitert, der auch die Gartengestaltung überarbeitete und das Ensemble bis Mitte des 18. Jahrhunderts vollendete.
Der Name verweist auf die nordöstliche Lage gegenüber der Stadt Kirchen, auch wenn dieser Ort hier nie existierte. Besucher können heute bei Führungen die Innenräume sehen und durch den formalen Garten spazieren, der nach französischem Vorbild gestaltet wurde und mit geraden Wegen durch Blumenbeete und Hecken führt.
Die Anlage beherbergt heute eine Verwaltungshochschule, doch Besucher können an Führungen durch ausgewählte Räume und den Garten teilnehmen. Der Park ist frei zugänglich und eignet sich für einen längeren Spaziergang entlang der Wasserwege und durch die Alleen.
Die Kapelle enthält Deckenfresken und Marmorskulpturen von Johann Wilhelm Gröninger aus dem Jahr 1721, die zu den wenigen erhaltenen Originalwerken dieser Zeit gehören. Die Wassergräben und Kanäle folgen einem geometrischen Muster nach niederländischem Vorbild und prägen noch heute die Ansicht der gesamten Anlage.
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