Schloss Nordkirchen, Barockschloss in Nordkirchen, Deutschland.
Schloss Nordkirchen ist ein Barockschloss in Nordkirchen, das von 1703 bis 1734 als dreiflügelige U-förmige Anlage um einen Ehrenhof errichtet wurde. Es steht auf einer rechteckigen Insel in einem breiten Wassergraben, an deren Ecken vier kleine freistehende Pavillons stehen. Das Corps de logis ist höher als die symmetrischen Seitenflügel, von denen einer die Kapelle enthält. Die Fassade besteht aus westfälischem Sandstein.
Der Bau begann 1703 im Auftrag von Friedrich Christian von Plettenberg, dem Fürstbischof von Münster, nach Plänen des Architekten Gottfried Laurenz Pictorius. Die Anlage wurde später durch Johann Conrad Schlaun erweitert, der auch die Gartengestaltung überarbeitete und das Ensemble bis Mitte des 18. Jahrhunderts vollendete.
Der Name Nordkirchen stammt vom Dorf Nordkirchen, dessen Pfarrkirche der Siedlung den Namen gab; das Schloss steht an der Stelle der Wasserburg der Familie Morrien. Die Schlosskapelle kann für Trauungen gemietet werden, und der Park wird für Spaziergänge entlang der Kanäle und Parterres genutzt.
Die Anlage beherbergt heute eine Verwaltungshochschule, doch Besucher können an Führungen durch ausgewählte Räume und den Garten teilnehmen. Der Park ist frei zugänglich und eignet sich für einen längeren Spaziergang entlang der Wasserwege und durch die Alleen.
Die Kapelle enthält Deckenfresken und Marmorskulpturen von Johann Wilhelm Gröninger aus dem Jahr 1721, die zu den wenigen erhaltenen Originalwerken dieser Zeit gehören. Die Wassergräben und Kanäle folgen einem geometrischen Muster nach niederländischem Vorbild und prägen noch heute die Ansicht der gesamten Anlage.
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