Auferstehungskirche, Lutherische Kirche in Barmbek-Nord, Deutschland
Die Auferstehungskirche ist ein Kirchengebäude in Hamburg-Nord mit einer markanten Betonstruktur, die mit Backsteinen verkleidet ist und eine runde Form aufweist. Das Gebäude zeichnet sich durch zwei Kuppeln aus, wobei die äußere Kuppel die Kirchenglocken beherbergt.
Im Juni 1913 wurde das Grundstück an der Ecke Tieloh und Hellbrookstraße bereitgestellt, und eine Jury unter anderem mit Wilhelm Emil Meerwein wählte den Entwurf des damals 33-jährigen Camillo Günther nach dem Wiesbadener Programm. Die erste Rate von 100.000 Mark wurde 1913 und erneut 1914 abgelehnt; erst im September 1915 bewilligte die Synode 205.000 Mark, und die Militärkommission stellte Günther zurück. Am 23. Januar 1916 wurde der Grundstein gelegt, am 16. Mai 1920 die Kirche geweiht; das Gemeindehaus folgte am 2. Dezember 1927. Die Zerstörung Barmbeks im Krieg überstand die Kirche ohne Schäden, das wenige Meter entfernte Gemeindehaus wurde erheblich beschädigt.
Der Name verweist auf die Auferstehung; das Altarmosaik von Axel Bünz zeigt den Weg nach Golgata mit drei Kreuzen und der Ostersonne nach dem Siegel der Kirche. Darunter ist ein Lindenholzrelief des Abendmahls von Richard Kuöhl von Sprüchen flankiert. Rechts vom Altar liegt der durch einen Vorhang verschlossene Sakristeizugang gegenüber einer Inschrift, die der Opfer zweier Weltkriege gedenkt.
Die Kirche steht an der Ecke Tieloh und Hellbrookstraße in Hamburg-Barmbek-Nord, wenige Schritte vom 1927 eingeweihten Gemeindesaal entfernt. Das Hauptportal liegt zur Straßenkreuzung; darüber und daneben befinden sich die Keramikreliefs von Richard Kuöhl. Das Kirchenschiff fasst 400 Sitzplätze, die Empore weitere 230, sodass der Bau bei Konzerten und Gottesdiensten schnell voll wird.
Die Kirche überstand den Zweiten Weltkrieg ohne Schäden, während das nur wenige Meter entfernte Gemeindehaus erheblich beschädigt wurde. Eine zweite Inschrift an der Südwand, 2008 auf Anregung von Ralph Giordano nach dessen Besuch enthüllt, erweitert den Kreis der zu gedenkenden Menschen über die am Altar genannten Kriegstoten hinaus.
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