Auerberg, Berggipfel in Allgäu, Deutschland.
Der Auerberg ist ein 1055 m hoher Alpenvorlandberg im Allgäu, dessen Gipfel teils zu Bernbeuren, teils zu Stötten am Auerberg gehört. Auf der Kuppe steht die St.-Georgs-Kirche; eine enge Treppe im Turm führt zu einer Aussichtsplattform mit Blick Richtung Alpen. Der kuppenförmige, teils bewaldete Berg übertrifft den Hohen Peißenberg um 67 m.
Dendrochronologische Untersuchungen datieren den Beginn der römischen Zivilsiedlung auf dem Gipfel spätestens auf das Jahr 13 n. Chr.; ein großer Erdwall umschloss beide Kuppen. Vermutlich bald nach 40 n. Chr. wurde der Ort aufgegeben, als Cambodunum (Kempten) Provinzhauptstadt wurde. Manche Forscher setzen ihn mit dem Damasia bei Strabon gleich. Die Urpfarrei St. Georg entstand wohl um 800.
Die Kirche auf dem Gipfel ist St. Georg; die Urpfarrei dürfte um 800 entstanden sein. Seit 1925 findet alljährlich am Sonntag nach dem Georgstag (23. April) der Georgiritt statt: erst eine Feldmesse mit Pferdesegnung, dann umrunden die Reiter, darunter der Ortsgeistliche, die Kirche hoch zu Ross.
Markierte Wanderwege führen zum Gipfel; die gängigste Route beginnt an einem Parkplatz in der Nähe und eignet sich für die meisten Besucher. Es empfiehlt sich, festes Schuhwerk zu tragen, da einige Abschnitte des Weges steil werden können.
Der Auerberg ist einer der wenigen Berge im Alpenvorland, auf dem Überreste einer römischen Stadtanlage gefunden wurden, was ihn zu einem ungewöhnlichen archäologischen Fundort macht. Einige der dort entdeckten Gegenstände sind heute in regionalen Museen ausgestellt.
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