Ausländerkinder-Pflegestätte, Kinderlager in Velpke, Deutschland.
Das Kinderheim in Velpke war eine Notunterkunft aus Wellblech ohne Strom, fließendes Wasser oder medizinische Ausstattung für die Säuglingspflege. Die Einrichtung bestand aus minimaler Infrastruktur für die etwa 100 Kinder, die dort untergebracht waren.
Von Mai bis Dezember 1944 war das Lager Heimat für etwa 100 Kinder von Zwangsarbeitern, die in den Regionen Wolfsburg und Helmstedt arbeiteten. Die Einrichtung wurde gegründet, um Kinder von deporrierten Arbeitern unterzubringen, während ihre Eltern in Fabriken und Feldern tätig waren.
Der Friedhof in Velpke bewahrt die Gräber von 76 polnischen und 15 sowjetischen Kindern, die während des Betriebs der Einrichtung starben. Diese Gedenkstätte zeigt die menschlichen Folgen der Zwangsarbeit für Familien, die in der Region arbeiteten.
Besucher sollten wissen, dass dieser Ort schwere historische Themen behandelt und eine emotionale Erfahrung darstellt. Das Gelände ist meist frei zugänglich, aber man sollte mit Bedacht und Respekt das Andenken an die verstorbenen Kinder ehren.
Die Einrichtung trennte die Kinder in zwei Bereiche: einen für diejenigen, die als gesund galten, und einen für diejenigen, die dem Tode nahe waren. Diese Aufteilung offenbart die menschenverachtende Praxis, Kinder je nach ihrer Überlebenschance zu sortieren.
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