Autobahnkirche Maria, Schutz der Reisenden, Autobahnkirche bei Adelsried, Deutschland.
Die Autobahnkirche Maria, Schutz der Reisenden steht an der A8 bei der Anschlussstelle Adelsried. Raimund von Doblhoff errichtete sie ab 1956 als Betonskelett auf rechteckigem Grundriss von 17 × 14 Metern, im Maßstab einer schwäbischen Dorfkirche. Vorder- und Rückwand mit Chorturm sind nahezu vollkommen verglast, eine zweiteilige Glasschiebetür öffnet sich unter einem ausladenden Vordach. Im Inneren finden rund 300 Menschen Platz; über dem Altar schwebt ein gotisches Kruzifix mit drei Meter hohem Korpus aus der Mitte des 14. Jahrhunderts, das unter Denkmalschutz steht.
Der Augsburger Papierfabrikant Georg Haindl stiftete die Kirche zur Erinnerung an zwei Familienmitglieder und anlässlich der Geburt seines Sohnes. Raimund von Doblhoff, ein Freund Haindls, erstellte 1955 erste Vorstudien und errichtete sie ab 1956 als erste Autobahnkirche Deutschlands. Der Augsburger Bischof Josef Freundorfer weihte sie am 12. Oktober 1958 und übergab sie dem Dominikanerkloster Heilig Kreuz.
Die Kirche trägt einen Namen, der Reisende schützen soll, und spiegelt einen deutschen Brauch wider, an Autobahnraststätten spirituelle Orte zu schaffen. Besucher finden hier einen Raum, der Fahrern hilft, während ihrer Reise innezuhalten.
Die Kirche ist täglich für Besucher zugänglich und bietet einen ruhigen Ort zum Innehalten während einer Autobahnfahrt. Planen Sie etwa 15 bis 20 Minuten ein, um die Kirche zu besichtigen und die Annehmlichkeiten zu nutzen.
Gestiftet wurde die Kirche vom Augsburger Papierfabrikanten Georg Haindl zur Erinnerung an zwei Familienmitglieder und anlässlich der Geburt seines Sohnes. Der Name verweist auf die Flucht der Heiligen Familie nach Ägypten (Mt 2,13-15). Von 2006 bis 2020 betreute Pater Wolfram Hoyer die Kirche; er starb 2020 mit 51 Jahren, als ihn bei Sulzemoos auf der A8 ein abgelöster Anhänger erfasste, während er ein Warndreieck aufstellte.
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