Augustinerinnenkloster Glindfeld, vorher Küstelberg, Mittelalterliches Kloster in Medebach, Deutschland.
Das Kloster Glindfeld ist ein Klosterkomplex mit einer gotischen Hallenkirche, erhaltenen Gewölbekellern und rekonstruierten Flügeln aus verschiedenen Bauepochen. Die Anlage zeigt die typische Struktur eines Klosters mit seinen unterschiedlichen Funktionsbereichen.
Die Nonnen des Konvents sind erstmals 1275 urkundlich erwähnt; 1299 zogen sie unter Abt Luitbert von Rödinghausen von Küstelberg nach Glindfeld. Die Kirche, im romanischen Stil begonnen, wurde noch während des Baus in eine gotische Hallenkirche umgestaltet und nach 1338 vollendet. 1499 lebten nur noch zwei Nonnen; der Kölner Erzbischof übertrug das Kloster den Kreuzherren, die es bis zur Aufhebung 1804 führten.
Die Anlage dient heute als Schauplatz für die jährliche Ausstellung Novemberträume, bei der Kunstwerke, Handwerk und regionale Produkte von über 50 Ausstellern gezeigt werden. Besucher können hier lokale Talente und handwerkliche Traditionen der Region unmittelbar erleben.
Der Zugang für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen ist eingeschränkt, daher sollten Besucher dies vorher überprüfen. Bei Veranstaltungen ist Fotografieren von ausgestellten Objekten nicht erlaubt.
Die Klosteranlage finanzierte sich im Mittelalter durch Schafzucht, Fischteiche und Mühlen, die typisch für die wirtschaftliche Selbstversorgung religiöser Gemeinschaften waren. Diese Wirtschaftsweise ermöglichte es dem Kloster, langfristig unabhängig zu bestehen.
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