Bahnstrecke Löbau–Radibor, Historische Eisenbahnlinie in der östlichen Sachsen, Deutschland.
Die Löbau-Radibor-Bahnlinie ist eine stillgelegte Eisenbahnstrecke von etwa 40 Kilometern, die durch sanfte Hügellandschaften fünf Orte in Ostsachsen miteinander verband. Die Trasse führte durch Löbau, Weißenberg, Malschwitz, Großdubrau und Radibor und umfasste Viadukte, Dämme und andere charakteristische Bauwerke des späten 19. Jahrhunderts.
Die Bahnlinie wurde ab 1894 gebaut und nahm den Betrieb schrittweise auf, wobei die gesamte Strecke am 1. Mai 1906 eröffnet wurde. Sie diente Jahrzehnte lang dem Personen- und Güterverkehr, bis sie 1998 geschlossen wurde.
Die Bahntrasse verbindet fünf kleine Orte und zeigt, wie der Eisenbahnbau einst die ländliche Region prägte. Die Infrastruktur mit ihren Brücken und Dämmen ist heute ein Zeugnis dafür, wie Technik und Natur hier zusammenwuchsen.
Die Bahnlinie ist heute nicht mehr in Betrieb und kann teilweise als Wanderweg oder Radstrecke genutzt werden, je nachdem welche Abschnitte zugänglich sind. Besucher sollten sich vorab informieren, welche Teile der Trasse begehbar sind und ob lokale Wege durch die Bahninfrastruktur führen.
Ein besonderer Viadukt in Gröditz war technisch anspruchsvoll und wurde während des Zweiten Weltkriegs durch militärische Operationen zerstört. Dieser verloren gegangene Bauwerk zeigt, wie Infrastruktur auch Kriegszerstörungen erlebte.
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