Benediktinerkloster Schweinfurt, Benediktinerkloster und Kirche in Peterstirn, Schweinfurt, Deutschland
Das Benediktinerkloster Schweinfurt ist eine religiöse Anlage auf dem Peterstirn-Hügel an der östlichen Seite von Schweinfurt über dem Main. Der Komplex umfasst mehrere alte Gebäude, darunter Strukturen aus dem 19. Jahrhundert und eine historische Glockenanlage.
Eilica, Witwe Bertholds von Schweinfurt, stiftete hier um 1004 nach der Niederlage Heinrichs von Schweinfurt in der Schweinfurter Fehde ein Nonnenkloster. Um 1055 wurde daraus das Benediktinerkloster Stella Petri, von dem der Name Peterstirn stammt. 1283 übernahm der Deutsche Orden und befestigte die Anlage; 1437 kaufte Schweinfurt die Klosterburg und ließ sie sprengen.
Der Klostername Stella Petri, „Stern des Petrus“, gab dem Berg seinen Namen Peterstirn. Bischof Otto von Eichstätt weihte hier zwischen 1183 und 1195 eine Allerheiligen-Kapelle sowie einen Silvester- und einen Felicitas-Altar. Das Gelände ist heute ein Bodendenkmal, geführt als „Burgstall und Klosterwüstung“.
Das Klostergelände liegt auf der Peterstirn, etwa 25 Meter über dem Main auf 230 m ü. NN, im nordöstlichen Stadtteil Schweinfurts. Am Fuß des Bergs verlaufen die historische Mainleitenstraße (heute Staatsstraße 2447) und die 1852 eröffnete Bahnstrecke Bamberg–Schweinfurt. Heute befindet sich dort das Weingut Dahms; am Sattlerschen Anwesen sind Reste der Deutschordensbefestigung erhalten.
Beim Bau einer Eisenbahnstrecke entdeckten Arbeiter beim Ausheben von Materialien eine unterirdische Krypta unter dem Peterstirn-Hügel. Dieser Fund offenbarte verborgene Schichten der frühen Klostergeschichte, die sonst vergessen geblieben wären.
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