Batschke, Floßkanal im Landkreis Leipzig, Deutschland.
Die Batschke, auch Floßgraben genannt, war ein etwa zehn Kilometer langer und durchschnittlich fünf Meter breiter Nebenarm der Weißen Elster. Sie zweigte westlich des Zwenkauer Ortsteils Kotzschbar am Alten Elsterwehr ab und floss am östlichen Rand der Elsteraue durch Zwenkau. Südlich von Budigaß teilte sie sich; der östliche Arm, der zum Flößen diente, lief an Prödel und Zöbigker vorbei, der westliche teilte sich bei Cospuden nochmals auf. Heute führt nur der Unterlauf ab Gautzsch Wasser und mündet bei Connewitz in die Pleiße.
Die Batschke war kein gebauter Kanal, sondern ein natürlicher Nebenarm der Weißen Elster. Sie zweigte bei Kotzschbar am Alten Elsterwehr ab und verlief etwa zehn Kilometer bis zur Pleiße. Ihr östlicher Arm diente der Holzflößerei und hieß deshalb Floßgraben. In den 1970er Jahren unterbrach der Braunkohleabbau bei Zwenkau Ober- und Mittellauf; dort liegen heute der Zwenkauer und der Cospudener See.
Der Name Floßgraben erinnert an die Nutzung des östlichen Arms zum Flößen von Holz, während der westliche Arm den Namen Batschke behielt. Bei Gautzsch speiste die Batschke den Wassergraben des Ritterguts. Seit 1993 dient ihr Wasser gezielten Frühjahrsflutungen zur Rettung des Auwalds.
Nur der Unterlauf ab Gautzsch führt Wasser; Ober- und Mittellauf liegen trocken oder wurden durch den Tagebau Zwenkau zerstört. Die Untere Batschke ist über eine Schleuse an den Cospudener See angebunden und wurde entschlammt; eine Betonbrücke unter der Brückenstraße lässt kleine Boote passieren. Sie ist das erste fertiggestellte Teilstück des Gewässerverbundes im Leipziger Neuseenland.
Der 1960 m lange Unterlauf führt im Mittel etwa einen Kubikmeter pro Sekunde; als erstes fertiggestelltes Teilstück des Gewässerverbundes im Leipziger Neuseenland wurde er mit einer Schleuse an den Cospudener See angebunden und unter der Brückenstraße für kleine Boote schiffbar gemacht.
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