Kirche des Sergius von Radonesch, Östlich-orthodoxe Kirche in Bad Kissingen, Deutschland.
Die Kirche des Sergius von Radonesch ist ein Backsteinbau mit russisch-byzantinischen Elementen, die in gerundeten Bögen, Kuppeldächern und dekorativen Mustern an den Außenwänden sichtbar werden. Das Gebäude zeigt die charakteristische Form einer orthodoxen Kirche mit ihren markanten architektonischen Merkmalen.
Ein erster Versuch von 1846, als Fürst I. L. Golenischtschew-Kutusow in der Ludwigstraße eine Kapelle einrichten wollte, scheiterte an seiner Erkrankung. 1857 bot die Stadt vor einem Besuch Alexanders II. ein Grundstück an; da der Zar nicht kam, sandte er die Schenkungsurkunde zurück. Er reiste 1864 und 1868. Der Grundstein wurde am 20. Juli 1898 gelegt, die Weihe folgte am 18. Juli 1901; erbaut wurde die Kirche zu Ehren der Krönung Nikolaus II.
Die Kirche ist dem heiligen Sergius von Radonesch geweiht; ihre Innenausmalung von 1901 durch Kiplik, Blasnow und Popow folgt den Fresken der Wladimirkathedrale in Kiew. Eine Gedenktafel im Inneren erinnert daran, dass sie zur Krönung Nikolaus II. erbaut wurde. Seit Mitte der 1990er Jahre besteht die Gemeinde vor allem aus Spätaussiedlern aus der früheren Sowjetunion.
Die Kirche steht an der Salinenstraße 20 nördlich des Zentrums und ist vom Kurbad zu Fuß erreichbar. Gottesdienste finden vor allem im Sommer statt, sonntags kommen etwa 80 bis 130 Gläubige. An den Bau schließt der Gemeindesaal an; der frühere Lesesaal stammt aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg.
Das Gebäude trägt die Schutzbezeichnung D-6-72-114-89 der bayerischen Denkmalbehörden, was seinen Status als geschütztes Baudenkmal unterstreicht. Diese offizielle Anerkennung zeigt die architektonische und kulturelle Bedeutung der Kirche für die Region.
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