Fuggerei, Sozialsiedlung in Augsburg, Deutschland
Die Fuggerei ist eine Sozialsiedlung in Augsburg mit 67 Gebäuden aus Backstein und 147 Wohnungen, von denen jede über einen eigenen Eingang und Badezimmer verfügt. Die Häuser mit zwei Geschossen stehen entlang von acht Gassen und sind von einer Mauer umgeben, die das Gelände von der Innenstadt abgrenzt.
Jakob Fugger der Reiche gründete die Anlage im Jahr 1521 als Stiftung für bedürftige katholische Handwerker und ihre Familien. Das Bombenangriffe während des Zweiten Weltkriegs zerstörte Viertel wurde danach nach alten Plänen wiederaufgebaut.
Die drei mit weißem Putz versehenen Tore schließen jeden Abend um 22 Uhr und verbinden die acht Gassen der Siedlung mit der Stadt. Bewohner nutzen heute die Gemeinschaftsräume und die kleine Kirche für Treffen und Gottesdienste.
Ein Museum und eine Schauwohnung befinden sich innerhalb der Mauern und zeigen den Alltag der Bewohner über die Jahrhunderte hinweg. Besucher können durch die Gassen spazieren und die Anlage von außen betrachten, wobei der Zugang zu Wohnbereichen nicht gestattet ist.
Der Nachtwächter öffnet nach 22 Uhr gegen eine kleine Gebühr die Tore für verspätete Bewohner, die ihre Schlüssel an der Pforte abgeben müssen. Franz Mozart, der Urgroßvater des Komponisten, wohnte hier gegen Ende des 17. Jahrhunderts und wird durch eine Tafel erinnert.
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