Schloss Freudenstein, Renaissance-Schloss in Freiberg, Deutschland
Schloss Freudenstein ist ein vierflügeliges Renaissanceschloss am Rand der Freiberger Altstadt, das aus mehreren verbundenen Gebäudeteilen besteht: dem Langen Haus, dem Neuen Haus, dem Kirchenflügel sowie mehreren Türmen. Die einzelnen Bauteile bilden ein zusammenhängendes Ensemble, das sich um einen zentralen Innenhof gruppiert.
Eine erste Burganlage entstand im Jahr 1168 unter Markgraf Otto II. von Meißen, der die umliegenden Silberminen schützen wollte. Das heutige Renaissanceschloss wurde 1577 fertiggestellt und wandelte den einstigen Wehrbau in eine fürstliche Residenz um.
Im Langen Haus zeigt die Ausstellung terra mineralia eine private Schweizer Sammlung von etwa 80.000 Mineralienstufen, vorwiegend Kabinettstücke, auf rund 1.500 m². Sie kam 2004 als Dauerleihgabe der von Erika Pohl-Ströher errichteten Pohl-Ströher-Mineralienstiftung an die TU Bergakademie Freiberg. Im Kirchenflügel sitzt das Bergarchiv Freiberg, das Archivgut zur Montangeschichte Sachsens und Deutschlands seit dem 15. Jahrhundert bewahrt: etwa 4.600 m Akten und 106.000 Karten.
Das Schloss liegt direkt am Rand der Freiberger Altstadt und ist gut zu Fuß zu erreichen. Die historischen Räume haben unebene Böden und enge Treppen, weshalb Personen mit eingeschränkter Mobilität dies beim Besuch einplanen sollten.
Der Stumpf eines romanischen Rundturms liegt etwa 30–40 cm unter dem Hofniveau, mittig vor dem Langen Haus; sein Umriss und der alte Burggrundriss sind im Platzbelag gekennzeichnet. Unter dem Langen Haus und dem Kirchenflügel sind zwei große gotische Kellertonnen erhalten. Das Treppenhaus des Langen Hauses gilt als erstes geradläufiges Treppenhaus in Sachsen.
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