Bevertalsperre, Stausee im Bergischen Land, Deutschland
Die Bevertalsperre erstreckt sich über mehrere Kilometer und liegt umgeben von bewaldeten Hängen zwischen Hückeswagen, Radevormwald und Wipperfürth im Bergischen Land. Das Wasser füllt ein langes Tal aus, und an den Ufern wechseln sich schmale Streifen Wiese mit dichtem Wald ab.
Die erste, in Wefelsen nach dem Intze-Prinzip errichtete Sperrmauer wurde am 8. Oktober 1898 eingeweiht und fasste 3,3 Millionen m³; sie war die erste Nutzwasser-Talsperre des Wuppergebiets, nicht für Trinkwasser. Nach dem Wuppergesetz von 1930, das den Wupperverband gründete, begannen im Frühjahr 1935 die Arbeiten am neuen Damm nach einem Entwurf von Harald Link. Der obere Teil der alten Mauer wurde abgetragen, weiter südlich entstand ein Steinschüttdamm mit Stahlinnendichtung, der 1938 mit 23,7 Millionen m³ in Betrieb ging.
An warmen Tagen nutzen viele Familien die offiziellen Badestellen, während Wanderer entlang der Uferwege unterwegs sind und an verschiedenen Punkten Rast machen. Der Name stammt vom Fluss Bever, der hier aufgestaut wurde und dessen Tal sich früher tief durch die bewaldeten Hügel zog.
Der 15 km lange Bever-Rundweg umrundet die Talsperre und ist in drei bis vier Stunden zu Fuß zu schaffen. Für Boote ist eine Nutzungsplakette nötig, die es als Wochen- oder Jahresplakette auf den vier Campingplätzen am Ufer und beim Wupperverband gibt. Der Wupperverband bietet bis heute Führungen durch den Staudamm an.
Unter der Wasseroberfläche verbinden Tunnel dieses Becken mit den benachbarten Talsperren Neye und Schevelinger, die zusammen ein gemeinsames System bilden. Dieser Verbund trägt den Namen Beverblock und ermöglicht den Ausgleich von Wassermengen zwischen den drei Anlagen.
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