Bergkirche Laudenbach, Katholische Wallfahrtskirche in Laudenbach, Weikersheim, Deutschland
Die Bergkirche Laudenbach ist ein Wallfahrtsheiligtum, das auf einem bewaldeten Hügel steht und über einen langen Wanderweg erreichbar ist. Das Gebäude stammt aus dem frühen 15. Jahrhundert und zeigt eine Architektur, die religiöse Funktionen mit der Lage in der Natur verbindet.
Der Bau wurde von den ortsansässigen Herren von Finsterlohe angeregt, die Grundsteinlegung erfolgte 1412. 1421 schlug Papst Martin V. die „Capella im hohen Holz“ der Pfarrei Laudenbach zu; die Originalurkunde liegt im Staatsarchiv Stuttgart. Geweiht wurde die Kirche 1459 durch den Würzburger Bischof Johann III. von Grumbach.
Die Kirche zeigt Kunstwerke verschiedener Epochen, darunter Arbeiten von Schülern des berühmten Schnitzers Tilman Riemenschneider. Besucher erkennen diese Schätze an ihrer handwerklichen Qualität und an der religiösen Ausdruckskraft, die in den Skulpturen und Gemälden sichtbar wird.
Das Heiligtum begrüßt Besucher das ganze Jahr über, mit besonderem Aufkommen zu bestimmten Jahreszeiten. Der Ort liegt neben bewaldeten Hängen, die Zeit für Spaziergänge und Erkundungen vor oder nach dem Besuch ermöglichen.
Die 1685 von Achilles Kern geschaffene Alabastertumba birgt das Herz des Grafen Melchior Friedrich Gottfried von Gleichen und Hatzfeldt, nicht seinen ganzen Körper. Die Herzbestattung war bei manchen Adelsfamilien üblich. Es handelt sich um ein gemeißeltes Alabasterdenkmal; die Kirche besitzt zudem eine Orgel von Johann Philipp Seuffert aus dem Jahr 1723.
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