Schloss Hexenagger, Mittelalterliche Burg nahe Altmannstein, Deutschland
Schloss Hexenagger ist ein Barockschloss auf einem Bergsporn über dem Ort Hexenagger im Schambachtal, einem Seitental der Altmühl bei Altmannstein. In seiner jetzigen Form wurde es mit seiner Kapelle von 1625 bis 1629 auf Basis einer im Dreißigjährigen Krieg zerstörten Burg wiedererbaut. Die Anlage ist als Baudenkmal unter der Aktennummer D-1-76-112-16 verzeichnet.
Die mittelalterliche Burg wurde von den Herren von Hexenagger erbaut, die von 928 bis 1480 urkundlich erwähnt sind. 1485 gelangte sie durch Heirat an die Grafen von Helfenstein, die sie 1528 an Herzog Wilhelm von Bayern verkauften; dieser gab sie den Muggenthalern zu Lehen. Nach der Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg bauten die Muggenthaler sie von 1625 bis 1629 als Barockschloss mit Kapelle wieder auf.
Die Schlosskapelle wurde zwischen 1625 und 1629 im Zuge des barocken Wiederaufbaus nach dem Dreißigjährigen Krieg errichtet. Heute finden auf dem privaten Anwesen Sommer-Mittelalterfeste, Hochzeiten, Firmenveranstaltungen und Weihnachtsmärkte statt, die den Erhalt finanzieren.
Das Schloss befindet sich in Privatbesitz und erlaubt keine öffentlichen Besuche im Inneren, kann aber für Veranstaltungen gemietet werden. Besucher können die Außenfassade und das Gesamtgelände von außen erkunden und die Details der Mauern und Türme betrachten.
Erstmals urkundlich erwähnt wird die Anlage 982 in einer Urkunde des Regensburger Klosters St. Emmeram, was auf eine Entstehung im 10. Jahrhundert deutet. Kurfürst Karl Albrecht, der spätere Kaiser Karl VII., kaufte das Schloss 1724 als Geschenk für seine Mätresse Maria Josepha Gräfin von Morawitzky. Die Familie Leichtfuß, sechste Generation der Linie von Weidenbach, wohnt weiterhin dort und finanziert die Restaurierung durch Mittelalterfeste und Weihnachtsmärkte.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.163 Mitwirkenden weltweit.