Neue Synagoge Mainz, Moderne Synagoge in Mainz, Deutschland.
Die Neue Synagoge Mainz ist eine Synagoge im Zentrum von Mainz mit einer auffälligen grün glasierten Keramikfassade. Das Gebäude besteht aus fünf miteinander verbundenen Baukörpern und beherbergt neben dem Betsaal auch einen Festsaal, eine koschere Küche, einen Kindergarten, eine Bibliothek und Gemeinschaftsräume.
Die Synagoge wurde 2010 an der Stelle der früheren Hauptsynagoge errichtet, die in der Pogromnacht 1938 zerstört worden war. Der Neubau markiert die Rückkehr jüdischen Gemeindelebens an diesen Ort nach mehr als sieben Jahrzehnten.
Das Gebäude trägt den hebräischen Begriff 'Kedushah', was 'Heiligung' bedeutet, als architektonisches Konzept in sich: Die fünf Buchstaben dieses Wortes bestimmen die Form des gesamten Bauwerks. Wer das Gebäude von außen betrachtet, erkennt, wie jeder Baukörper einem dieser Buchstaben entspricht.
Der Zugang ist in der Regel nur im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen oder nach vorheriger Absprache mit dem Gemeindebüro möglich, da es sich um ein aktives Gotteshaus handelt. Das Gebäude liegt zentral in der Mainzer Innenstadt und ist gut zu Fuß erreichbar.
Das Dach des Betsaals ist nach Osten ausgerichtet und in Form eines Schofars geformt, des traditionellen Widderhorns, das im jüdischen Gottesdienst geblasen wird. Diese Form ist von innen wie von außen wahrnehmbar und verbindet das Gebäude mit einem der ältesten Symbole jüdischer Frömmigkeit.
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