Wittelsbacherbrunnen, Neoklassizistischer Brunnen am Lenbachplatz, München, Deutschland.
Der Wittelsbacherbrunnen ist ein neoklassizistischer Brunnen am Lenbachplatz in München, gefertigt aus Untersberger Marmor und Kalkstein. Das Bauwerk besitzt ein großes halbrundes Becken, das von zwei monumentalen Figurengruppen flankiert wird.
Der Brunnen wurde zwischen 1893 und 1895 vom Bildhauer Adolf von Hildebrand geschaffen und erinnert an die Fertigstellung der Münchner Wasserleitung aus dem Mangfalltal. Er trägt den Namen des bayerischen Herrscherhauses der Wittelsbacher, das die Stadt über Jahrhunderte geprägt hat.
Die Figuren am Brunnen zeigen einen Jüngling auf einem Wasserpferd und eine Amazone, die Wasser darbietet, beides Symbole aus der antiken Mythologie. Diese Motive waren in der Münchner Gesellschaft des späten 19. Jahrhunderts sehr beliebt und spiegeln den damaligen Geschmack wider.
Der Brunnen liegt am Lenbachplatz, an der Grenze zwischen der Innenstadt und Maxvorstadt, und ist zu Fuß aus dem Stadtzentrum gut erreichbar. Er liegt an einem großen Straßenknoten, daher empfiehlt es sich, ihn zu umrunden, um alle Seiten zu sehen.
Der Sockel und das Becken des Brunnens sind mit Flachreliefs von Meerestieren und Wasserwesen verziert, die viele Besucher übersehen. Adolf von Hildebrand war auch Kunsttheoretiker und veröffentlichte ein einflussreiches Werk über das Sehen und die Plastik.
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