Benediktiner-Doppelkloster Paulinzella, Benediktinerkloster-Ruinen in Königsee, Deutschland.
Das Kloster Paulinzella ist eine dachlose Benediktinerruine im Rottenbachtal, errichtet aus hellgrauen und beigefarbenen rechteckigen Steinblöcken. Der linke Teil zeigt eine niedrige Mauer mit einer Arkade hoher Bogenöffnungen, darüber eine Reihe kleinerer Bogenfenster; rechts erhebt sich ein Giebel mit schmaler Öffnung, kleinem Rundfenster und zwei großen Bogenfenstern. Die 1124 geweihte Kirche war der Klosterkirche von Hirsau nachgebildet.
Das Kloster wurde um 1100 gegründet und war eine doppelte Gemeinschaft, in der Mönche und Nonnen getrennt lebten. Nach einem Großbrand im 17. Jahrhundert wurde die Anlage nicht wiederaufgebaut.
Der 1121 aus Hirsau gekommene Mönch Sigeboto verfasste die Vita Paulinae, das Leben der Gründerin Paulina in Form einer Heiligenlegende; Paulina wurde selig-, aber nie heiliggesprochen, ihr Verehrungstag ist der 14. März. Um 1800 wurde die Ruine zu einem proto-touristischen Ausflugsziel im klassisch-romantischen Literatursystem, 1838 von Ludwig Bechstein als „malerisch“ und „erhaben“ beschrieben.
Die Ruinen sind das ganze Jahr über frei zugänglich und es gibt keine Eintrittsgebühren. Man kann die Anlage in eigenem Tempo erkunden und die Wege sind leicht zu bewältigen.
Die Klosterkirche war der 1692 zerstörten Hirsauer Klosterkirche nachgebildet; Paulinzella gilt daher als wichtiges Zeugnis der Hirsauer Reformbaukunst. Der 1121 aus Hirsau gekommene Mönch Sigeboto verfasste die Vita Paulinae über die Gründerin Paulina, die selig-, aber nie heiliggesprochen wurde; ihr Verehrungstag ist der 14. März.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.030 Mitwirkenden weltweit.