Bildeiche bei Albertshausen, Naturdenkmal Eiche in Bad Kissingen, Deutschland
Die Bildeiche ist eine Stieleiche (Quercus robur) von etwa 24 Metern Höhe, mit einem Kronendurchmesser von rund 19 Metern und einem Stammumfang von 7,80 Metern in Brusthöhe. Ihre Borke ist bis zu zehn Zentimeter tief gefurcht, in brettartig hervortretenden Rillen, die bis zur Kronenspitze reichen. Der Stamm ist völlig hohl und hat nach Norden eine schmale, etwa 2,5 Meter hohe Öffnung; bis etwa sechs Meter Höhe ist er astfrei. Sie steht frei in offener Feldflur neben dem Autobahnzubringer von Bad Kissingen, umrahmt von einer Hainbuchenhecke.
Der Baum wurde um 1810 während Waldrodungen bewusst erhalten, als die umliegenden Flächen in Ackerland umgewandelt wurden. Diese Entscheidung machte die Eiche zu einem Überrest aus einer früheren Zeit.
Der Name Bildeiche geht auf ein Marienbild zurück, das die gläubige Bevölkerung am Baum anbrachte; es soll von Rinde und Splintholz eingeschlossen worden und heute nicht mehr zu sehen sein. 1933 ließ der Bad Kissinger Ökonomierat Carl Steinbach, damals Jagdpächter von Albertshausen, vom Bildhauer Josef Kirchner aus Hausen die Figur des Erzengels Michael anfertigen und etwa 2,5 Meter hoch an der Ostseite des Stammes anbringen. Die Statue wurde bei einer Kirchenprozession eingesegnet, später gestohlen und bei Fulda wiedergefunden; am Baum hängt eine Kopie, das Original steht in der Albertshäusener Pfarrkirche St. Michael. Die Figur trägt ein Panier mit der Inschrift QUIS UT DEUS.
Die Eiche steht etwa 500 Meter südöstlich von Albertshausen auf rund 300 Metern Höhe unmittelbar neben dem Autobahnzubringer von Bad Kissingen zur A7; die Abfahrt zum Ort entstand beim Bau 1965 bis 1968 direkt daneben. Sie ist Eigentum der Stadt Bad Kissingen, wird von einer Hainbuchenhecke umrahmt, und der Waldbereich schließt sich heute 300 Meter südlich an.
Der hohle Stamm hat an der Nordseite eine schmale, etwa 2,5 Meter hohe Öffnung; das morsche, pilzbefallene Holz im Inneren wurde bei einer Baumpflege entfernt, die Oberfläche mit pilztötenden Mitteln behandelt und die Öffnung mit engmaschigem Drahtgeflecht verschlossen. Die Borke ist bis zu zehn Zentimeter tief gefurcht, mit brettartig hervortretenden Rippen bis zur Kronenspitze – bei nur sehr wenigen Eichen zu beobachten und als Zeichen hohen Alters gewertet.
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