Süddeutsches Eisenbahnmuseum Heilbronn, Eisenbahnmuseum in Heilbronn, Deutschland.
Das Süddeutsche Eisenbahnmuseum Heilbronn nutzt das ehemalige Bahnbetriebswerk Heilbronn im Stadtteil Böckingen, das 1893 von den Königlich Württembergischen Staats-Eisenbahnen eröffnet wurde. Zu den rund 80 Exponaten zählen Dampflokomotiven wie die Preußische P 8 mit der Nummer 38 3199, Diesel- und Elektrolokomotiven sowie preußische Reisezugwagen. Auf dem Gelände stehen ein Ringlokschuppen mit funktionierender Drehscheibe und eine große Wagenhalle.
Das Depot nahm 1893 unter den Königlich Württembergischen Staats-Eisenbahnen den Betrieb auf und ging nacheinander an die Deutsche Reichsbahn, die Deutsche Bundesbahn und die Deutsche Bahn über. Der 1998 gegründete Trägerverein übernahm das Gelände im Jahr 2000 und restaurierte Lokomotiven und Wagen aus der Zeit von 1895 bis in die fünfziger Jahre. Seit 2020 ist das Museum geschlossen; nach einem Urteil des Oberlandesgerichts Stuttgart musste das Gelände bis zum 31. Januar 2025 geräumt und an die Eigentümerin herausgegeben werden.
Der Ort zeigt, wie Eisenbahnen seit über 150 Jahren die Region geprägt haben und wie Menschen mit Zügen gelebt und gearbeitet haben. In den Fahrzeugen und Gebäuden sieht man die Spuren dieser alltäglichen Geschichten, die heute weniger bekannt sind.
Das Museum ist hauptsächlich an Wochenenden zugänglich und bietet sich besonders für einen halbtägigen Besuch an. Es gibt Innenräume und Außenbereiche mit Fahrzeugen, daher sollte man auf wechselhaftes Wetter vorbereitet sein.
Das Rundschuppen-Gebäude stammt noch aus dem Jahr 1893 und ist das einzige erhaltene Bauwerk dieser Art aus der königlich württembergischen Zeit. Dieses seltene Gebäude zeigt, wie Lokomotiven früher systematisch gelagert und gewartet wurden.
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