Biosphärenreservat Bliesgau, UNESCO Biosphärenreservat im Saarland, Deutschland.
Das Biosphärenreservat Bliesgau ist ein von der UNESCO anerkanntes Schutzgebiet im Saarland, das sieben Gemeinden umfasst und verschiedene Landschaftstypen auf engem Raum vereint. Es wechseln sich Feuchtwiesen, Laubwälder, Obstgärten und Ackerflächen ab, die von der Blies und ihren Nebenflüssen durchzogen werden.
Die Region war schon in keltischer und römischer Zeit besiedelt, wie Überreste von Siedlungen und Feldwegen belegen, die noch heute in der Landschaft erkennbar sind. Die traditionelle Landwirtschaft hat das Aussehen des Gebiets über Jahrhunderte geprägt und ist ein Grund dafür, dass die alten Obstwiesen und Heckenlandschaften bis heute erhalten sind.
Das Bliesgau-Gebiet liegt direkt an der französischen Grenze, und diese Nachbarschaft ist im Alltag noch spürbar: Ortsnamen, Dialekte und regionale Küche zeigen Einflüsse von beiden Seiten. Auf lokalen Märkten findet man Produkte aus traditioneller Landwirtschaft, die in dieser Gegend seit Generationen betrieben wird.
Das Reservat ist über ein gut ausgeschildertes Wegenetz erschlossen, das von den umliegenden Ortschaften aus zugänglich ist und unterschiedliche Landschaftsbereiche verbindet. Wer mit dem Auto anreist, findet an mehreren Einstiegspunkten kleine Parkplätze, von denen aus man direkt in die Natur gelangt.
Im Bliesgau wächst eine der größten Ansammlungen wilder Orchideen in ganz Deutschland, darunter Arten, die anderswo in Mitteleuropa kaum noch zu finden sind. Diese Pflanzen gedeihen auf den alten Magerwiesen, die nur deshalb erhalten geblieben sind, weil sie nie intensiv bewirtschaftet wurden.
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