Blaues Schloss Obernzenn, Spätbarockes Schloss in Obernzenn, Deutschland
Das Blaue Schloss zu Obernzenn ist ein spätbarocker Flügel der Schlossanlage von Obernzenn in Mittelfranken. Es bildet den vierten Flügel des Komplexes, dessen übrige drei Flügel das ab 1745 um einen Innenhof errichtete Rote Schloss umfassen; das Blaue Schloss fügt einen kurzen Stummelseitenflügel zur Parkseite hinzu. Seinen Namen trägt es nach dem vorherrschenden Farbton seiner Fassade.
Die Familie Seckendorff-Aberdar ließ das Schloss zwischen Ende des 17. und Mitte des 18. Jahrhunderts in drei Bauphasen auf den Resten einer mittelalterlichen Wasserburg errichten. Dabei wandelte sich das Gebäude von einer befestigten Anlage zu einem repräsentativen barocken Wohnsitz.
Der Portaittsaal zeigt Familiengemälde aus dem 17. und 18. Jahrhundert, die direkt in die Wände eingelassen wurden. Diese Bilder vermitteln einen persönlichen Eindruck von den Menschen, die hier lebten.
Einige Bereiche des Schlosses haben enge und unebene Treppen, weshalb bequemes Schuhwerk empfehlenswert ist. Bei klarem Wetter kommen die blauen Fassaden und der Innenhof am besten zur Geltung.
Die beiden spätbarocken Schlösser in Obernzenn sind nach den vorherrschenden Farbtönen ihrer Fassadengestaltung benannt, das Blaue Schloss also nach seinem Anstrich und nicht nach einem Bauteil im Inneren. Das Blaue Schloss bildet selbst den vierten Flügel der Anlage neben dem ab 1745 errichteten dreiflügeligen Roten Schloss und besitzt einen kurzen Stummelseitenflügel zur Parkseite.
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