St. Joseph, Katholische Kirche in Speyer, Deutschland
Die Josephskirche in Speyer wurde vom Mainzer Dombaumeister Ludwig Becker entworfen und verbindet Formen des Jugendstils, der Spätgotik, des Barock und der Renaissance. Ihre beiden Türme sind 90 Meter hoch, zehn Meter niedriger als die benachbarte Gedächtniskirche, die beiden kleineren Osttürme etwa 40 Meter. Die Kirche ist 56,70 Meter lang und 34,20 Meter breit, der Laienraum misst 44 Meter, die Seitenschiffe sind je 5,48 Meter breit.
Die Josephskirche wurde am 9. Juni 1912 mit der Grundsteinlegung begonnen und am 22. November 1914 durch Bischof Dr. v. Faulhaber geweiht. Ihr Bau fiel in eine Phase, in der Speyer sein städtisches und religiöses Leben ausbaute.
Die Kirche ist dem heiligen Joseph geweiht, dem Patron der Kurpfalz und der Arbeiter, und wurde 1914 unter diesem Patrozinium konsekriert. Laut der Chronik der Josephskirche wurde der Bau als „Zeichen der Liebe zur bayerischen Heimat und der Treue zum bayerischen Königshaus“ verstanden. An der Orgelempore stehen Statuen von Adolph Kolping und einem Handwerksgesellen, gestiftet von der Kolpingsfamilie Speyer.
Die Kirche ist tagsüber in der Regel für Besucher geöffnet, es empfiehlt sich jedoch, vorab zu prüfen, ob Gottesdienste oder andere religiöse Veranstaltungen stattfinden. In solchen Momenten sollte man auf Ruhe und Rücksichtnahme achten.
Die Kirche wurde zwischen 1988 und 1989 vollständig renoviert und erhielt 1990 eine neue Wilbrand-Orgel. Dieses Instrument ist heute ein zentrales klangliches Element des Gottesdienstes und der Konzerte, die hier stattfinden.
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