Schloss Rheydt, Renaissanceschloss in Mönchengladbach, Deutschland.
Schloss Rheydt ist ein Renaissanceschloss in Mönchengladbach mit Steinmauern, Wehranlagen und einem umgebenden Graben. Die Anlage zeigt mehrere architektonische Merkmale dieser Epoche mit einem zentralen Gebäudekomplex und befestigten Außenbereichen.
Vor dem Jahr 1000 stand hier wahrscheinlich eine hölzerne Motte; 1180 wurde die Burg erstmals urkundlich erwähnt, als Erzbischof Philipp von Heinsberg die Lehnsrechte der Herren von Rheydt erwarb. Otto von Bylandt ließ sie zwischen 1558 und 1591 von Maximilian Pasqualini als dreiteilige Wasserburg mit Torburg, Bastionen und Kasematten neu errichten. 1917 kaufte die Stadt Rheydt das Schloss; die Restaurierung von 1988 bis 1993 machte Wallanlage und Teile der Kasematten zugänglich.
Seit 1922 beherbergt das Schloss das Städtische Museum Schloss Rheydt mit einer Sammlung zu Kunst und Kultur der Renaissance und des Barock sowie zur Textilgeschichte Mönchengladbachs. In der Vorburg finden wechselnde Ausstellungen zur lokalen Geschichte statt, etwa 2004 zu Hugo Junkers. Im Sommer dient der Innenhof der Open-Air-Reihe Sommermusik Schloss Rheydt, bei der BAP, UB40 und Roger Cicero auftraten; jährlich findet zudem ein Mittelaltermarkt mit Vorführungen statt.
Der Zugang führt über eine gemauerte Bogenbrücke auf Quaderpfeilern, die an die Stelle der früheren Zugbrücke trat. Torburg, Vorburg und Haupthaus sind durch zwei von der Niers gespeiste Wassergräben verbunden; Wallanlage und Teile der Kasematten sind begehbar. Die Anlage ist als Denkmal Nr. Sch 006 a-c eingetragen, seit dem 24. September 1985.
Das Schloss wurde 1978 als Europäisches Museum des Jahres ausgezeichnet, eine seltene Ehrung für ein deutsches Regionalmuseum. Besucher können dort noch immer ursprüngliche Renaissancekamine und Statuen bewundern, die von Pasqualinis Umbauten stammen.
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